Konsum

Der größte Teil unseres CO2-Fußabdrucks, nämlich durchschnittlich 30%, wird durch Konsum erzeugt. Dazu gehört Bekleidung, Möbel, Elektronik und vieles mehr.

5 Ideen zum Klimafasten:

  • Second Hand einkaufen und gleichzeitig Geld sparen
  • Elektronik beim Repair-Cafe reparieren
  • Bei der Bibliothek anmelden (wozu immer neue Bücher kaufen?)
  • Zeitungen & Zeitschriften auf digital umbestellen (spart Papier und Versand)
  • Coffee-To-Go Becher durch einen wiederverwendbaren Becher ersetzen

Siegel

Eine einfache Möglichkeit, zu erkennen, ob es sich um umweltfreundliche Produkte handelt: der blaue Engel und Eco Top Ten. Die Siegel helfen beim umweltbewussten Einkauf und umfassen Produkte aus verschiedenen Bereichen. 

Coffee To Go

Morgens auf dem Weg zur Arbeit noch schnell einen Kaffee im kostenlosen To-Go Becher. Das passiert jede Stunde 320.000 Mal in Deutschland.

Aber Herstellung und Entsorgung der Becher sind bedenklich: "Nur für die Herstellung des Papiers für den Becher wird ein halber Liter Wasser verbraucht. Das ist mehr als das, was am Ende in dem Becher serviert wird." (Matthias Zeuner-Hanning, Umweltberater der Verbraucherzentrale Bayern).

"Und die wenigen Becher, die tatsächlich in der gelben Tonne landen, sind nicht gut zu recyceln, weil die Papierfasern sich kaum von der Kunststoffinnenbeschichtung trennen lassen." (Thomas Fischer von der Deutschen Umwelthilfe).

Wie wäre es für dich, während dem Klimafasten auf Einwegbecher zu verzichten? Dann probier's doch mal mit einem wiederverwendbaren Becher, am besten natürlich aus nachhaltigem Material.

Reparieren statt Wegschmeißen

Dinge zu reparieren macht Spaß, spart Geld, ist nachhaltig und schont die Umwelt.

Mangelnde technische oder handwerkliche Begabung müssen kein Hindernis sein. Im Stuttgarter Westen gibt es zum Beispiel ein Repair-Café, das z.B. die Reparatur vom Lieblingsschrank unterstützt.

Falls doch etwas ganz kaputt geht, kann man ja zukünftig gleich beim Kauf auf Reparierbarkeit achten. Bei den beiden Smartphones Fairphone und Shiftphone zum Beispiel kann man Ersatzteile nachbestellen und leicht selbst austauschen.

Nachhaltige Kleidung

Nachhaltige Kleidung wird zum einen möglichst umweltschonend produziert und zum anderen werden die Arbeiter fair bezahlt und arbeiten unter menschenwürdigen Bedingungen. Sogar für dich und deine Gesundheit ist nachhaltige Kleidung besser, da sie keine Gift- und Schadstoffen enthält. Ob es sich um umweltfreundliche Kleidung handelt, erkennst du ganz leicht an den Siegeln.

In Stuttgart gibt es viele Läden, die sich auf nachhaltige Kleidung spezialisiert haben. Stuttgart gehört übrigens seit 2013 zu den Fairtrade-Städten. Was das bedeutet, lest ihr hier. Eine Auswahl von Online-Anbietern findest du hier oder auch hier.

Auch mit deinem Kaufverhalten kannst du einen Beitrag zum Klimaschutz leisten, zum Beispiel, indem du lieber wenige, aber dafür hochwertige Kleidungsstücke kaufst. Schon ein T-Shirt weniger spart 2.700 Liter Wasser bei der Herstellung. Eine weitere Möglichkeit ist, deine Klamotten auf Flohmärkten und in Second Hand Shops zu (ver)kaufen.

Kosmetikprodukte- Frauenhygiene

Diesen Part dürfen alle Männer gerne überspringen, aber auch lesen. Jeden Monat „passiert“ es und wir Frauen bekommen unsere Periode. Dabei landen jährlich 45 Milliarden Tampons und Binden auf dem Müll. Das muss heutzutage nicht sein, denn es gibt einige nachhaltige Ersatzprodukte, angefangen bei einer Slipeinlage aus Bio-Baumwolle. Ein super Onlineshop ist zum Beispiel die Erdbeerwoche. Ein interessantes Video mit noch mehr Infos zu Umwelt aber auch der Gesundheit haben die Mädels gemacht, dass auch noch einmal erklärt, wie wir selbst in diesen Bereichen die Umwelt schonen können und uns dabei auch etwas Gutes tun.

Eine Möglichkeit wäre es also, für das Klimafasten die Kosmetikprodukte zu hinterfragen, und zum Beispiel auf Bio-Slipeinlagen umzusteigen oder gar auf wiederverwendbare Slipeinlagen, die man nach Gebrauch wäscht und nicht weg schmeißt.

Wer ganz ohne Müll durch die Periode kommen möchte, hat noch die weitere Möglichkeit eine Menstruationstasse zu verwenden. Diese fängt das Blut auf und kann bei Bedarf geleert werden. Hört sich komisch an ist aber eine wunderbare Sache, da man sich selber viel freier und nicht so eingeschränkt fühlt, wie mit Tampon und Binden. Eine nachhaltige Variante ist zum Beispiel die Mooncup von einer sympathischen, europäischen Firma.