Öko-Tipp: Fruchtige Antiquitäten

Foto: Ulfried Miller / BUND Baden-Württemberg

An apple a day keeps the doctor away – das gilt nicht für Apfel-Allergiker. Apfel-Allergien sind gar nicht so selten, wie man denkt. Herzhaft zubeißen kann statt Genuss Juckreiz, Schwellungen in Mund und Rachen oder Hustenreiz und Atemnot verursachen. Rund zwei Millionen Deutsche leiden darunter. Apfel-Allergiker sollten besser die Finger von Golden Delicious, Granny Smith, Jonagold und Braeburn lassen. Sie sind stark allergen.

„Die Unverträglichkeit gilt aber nicht bei jedem Apfel, sie ist sortenabhängig. Untersuchungen haben ergeben, dass sogenannte Polyphenole für die Verträglichkeit eine Schlüsselrolle spielen. Polyphenole schalten das Apfelallergen aus und sind vor allem in alten Apfelsorten wie Boskoop, Berlepsch oder Goldparmäne enthalten“, sagt Almut Sattelberger, Naturschutzreferentin beim BUND Baden-Württemberg. Wer auf dem Wochenmarkt nach diesen Sorten greift, trägt auch zum Erhalt der alten Sorten bei.“

Ältere und verträglichere Apfelsorten sind oftmals nur auf Wochenmärkten und im Bioladen zu finden. „In vielen Gemeinden gibt es aber alte Obstwiesen, um die sich niemand mehr kümmert. Sie warten darauf, dass engagierte Bürger sie wieder pflegen und nutzen und junge Bäume der alten Sorten nachpflanzen. So können alte Apfelsorten und der Lebensraum Streuobstwiese mit seinen vielen Tier- und Pflanzenarten erhalten bleiben“, so Sattelberger. Eine Liste mit Bezugsquellen alter Obstsorten ist im Internet beim BUND Lemgo zu finden. Zudem hat er auch eine Liste mit Apfelsorten erstellt, die von Allergikern als verträglich beziehungsweise als unverträglich erkannt wurden.

Um die Verträglichkeit einer Sorte zu überprüfen, empfiehlt der BUND Allergikern, zuerst den "Lippentest" durchzuführen. Dazu reicht es, ein kleines Stück ungeschälten Apfels an die Lippen zu halten und kurz abzuwarten, ob das Immunsystem mit einer Reaktion antwortet. Ist das nicht der Fall, können auch Allergiker den Apfel essen.

Kontakt für Rückfragen:

  • Almut Sattelberger, Streuobst-Projektleiterin beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, Landesverband Baden-Württemberg e. V., E-Mail: almut.sattelberger(at)bund.net, Tel.: (0711) 620306-26
  • Angela Koch, Referentin für Öffentlichkeits- und Pressearbeit, E-Mail: angela.koch(at)bund.net, Tel.: (0711) 620306-17 


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