Stuttgart muss brummen auf den Energiewende-Baustellen

BUND zu Verabschiedung des Stuttgarter Energiekonzeptes

Diese Woche wird der Stuttgarter Gemeinderat das Energiekonzept „Urbanisierung der Energiewende in Stuttgart“ beschließen. Der BUND begrüßt die Verabschiedung des mit breiter Bürgerbeteiligung erarbeiteten Energiekonzeptes. „Nach dem Weltklimagipfel in Paris vor wenigen Wochen, ist dies ein wichtiger Schritt bei der Umsetzung der dort beschlossenen Ziele auf lokaler Ebene“, so Gerhard Pfeifer, BUND-Regionalgeschäftsführer.

Besonderes Augenmerk muss nach Ansicht des BUND auf eine gute Zusammenarbeit der verschiedenen Akteure aus Stadtwerken, Umweltamt, SWSG, EnBW, Bürgerschaft und sonstige Fachkundige gelegt werden. Dabei fällt dem Lenkungskreis unter der Führung des Oberbürgermeisters eine ganz zentrale Rolle bei der Steuerung dieses so wichtigen Prozesses zu.

Der BUND fordert die Stadt auf, jetzt schnell Verhandlungen mit der EnBW aufzunehmen, damit das Fernwärmenetz in Stuttgart rekommunalisiert wird. Damit gibt es mehr Möglichkeiten die Fernwärme aus umweltfreundlicheren Energien wie der Kohle zu speisen. Der BUND sieht in einem Fernwärmenetz in städtischer Hand einen wichtigen Baustein in der bisher unterbelichteten Wärmewende - diese besitzt im Vergleich zur Stromwende eine größere Klimaschutzrelevanz.

Damit die Energiewende in Stuttgart für die Bürgerinnen und Bürger schnell sichtbar wird, müssen nach Ansicht des BUND die geplanten Maßnahmen nun zügig und entschlossen umgesetzt werden, z.B.:

  • der Bau von Photovoltaikanlagen und thermischen Solaranlagen auf städtischen Liegenschaften insbesondere zum Eigenverbrauch.
  • zügige Quartiersplanungen für eine Nahwärmeversorgung insbesondere in den ehemaligen Stromvorranggebieten wie z.B. im Gewerbegebiet Weilimdorf und in Stammheim Süd

Pfeifer bemerkt: „Angesagt sind nun Schraubenschlüssel für die Montage von Solarmodulen und Bagger zum Verlegen von Wärmerohren – Stuttgart muss brummen auf den Energiewende-Baustellen.“

Der BUND betont, dass zur Energiewende auch die Verkehrswende dazugehört, nur dadurch lassen sich die CO2-Ziele erreichen. Deshalb sind unter anderem auch folgende Maßnahmen wichtig:

  • schnelle Umsetzung des Parkraummanagements in Stuttgart-Ost, -Mitte, -Nord, -Süd und Bad-Cannstatt
  • vorrangiger Ausbau und Verbesserung des Radwegenetzes sowie von Radabstellanlagen

Zur Steigerung des Radverkehrs im hügeligen Stadtgebiet sollte noch zusätzlich die finanzielle Förderung von e-bikes und Pedelecs als Maßnahme mit aufgenommen werden.

Der BUND signalisiert seine Bereitschaft konstruktiv und engagiert an der Umsetzung des Energiekonzeptes bzw. am Gelingen der Energiewende in Stuttgart mit zu arbeiten.

Rückfragen an: Gerhard Pfeifer, fon 0711/61970-40



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