Umweltfreundliches Grillen

Foto: Petra Rumpel / BUND Sobald es wärmer wird, ziehen Rauchschwaden durch Wohnsiedlungen. Was von solch einer Grill-Party übrig bleibt, sind oft Müllberge aus Aluschalen, Nahrungsresten, Dosen oder Flaschen. In den Stadtgärten bleibt auch sehr viel Asche zurück. Der BUND hat Tipps, wie das Grillfest umweltverträglicher wird:

Müllberge vermeiden

Das Fleisch sollte nicht direkt auf den Rost gelegt werden, damit das Fett nicht in die Glut tropft – denn so können krebserregende Stoffe entstehen. Als umweltfreundliche Alternative zur Alufolie oder –schale bieten sich als Unterlagen dünne Steinplatten aus Speckstein oder Schiefer an. Geeignet sind auch große Rhabarber- oder Kohlblätter.

Pappteller und Plastikbesteck sind zwar leicht und gut transportierbar, aber sie füllen Säcke von Müll. Wenn schon Kunststoff, dann besser in der wiederverwendbaren Variante als Kunststoffbehälter und -geschirr aus  Polyethylen (PE) oder Polypropylen (PP). Andere Kunststoffe enthalten zum Teil gesundheitsschädliche Stoffe wie Weichmacher oder chemische Harze.

Achtung! Brandgefahr!

Wildes Grillen ist verboten. Aus gutem Grund: Jeden Sommer werden so Brände ausgelöst, die Bäume und Wiesen zerstören und Tiere töten.

Die richtige Kohle

Grillkohle gibt es auch mit "FSC"-Siegel. Das Forest Stewardship Council (FSC) ist eine internationale, gemeinnützige Organisation, die sich für den Erhalt der Wälder durch nachhaltige Bewirtschaftung einsetzt. Das Siegel kennzeichnet Holzprodukte (neben Kohle auch Gartenmöbel oder Bleistifte), bei deren Herstellung soziale und ökologische Kriterien beachtet wurden. Ein weiteres wichtiges Merkmal für gute Kohle ist das DIN-Prüfzeichen. Es garantiert, dass der Brennstoff kein Pech, Erdöl oder Kunststoffe enthält.

Anzünder ohne Chemie

Der Grill sollte nicht mit chemischen Zündhilfen, Papier oder Kiefernzapfen angezündet werden. Bei der Verbrennung dieser Materialien werden krebserregende Stoffe freigesetzt. Stattdessen sind besser Pressholz mit Öl oder Wachs, Reisig oder Holzspäne zu verwenden. Es gilt die Faustregel: Grillgut erst auf den Rost legen, wenn die Anzündhilfen vollständig verbrannt sind.

Mehr Gemüse statt Fleisch

Mit Mozzarella gefüllte Peperoni, gegrillte und eingelegte Auberginen oder Champignons mit Kräuterbutter statt bergeweise Schnitzel und Würstchen. Weniger Fleisch und Wurst schützt Umwelt und Klima. Die Erzeugung von einem einzigen Kilogramm Rindfleisch benötigt beispielsweise 15.000 Liter Wasser und es werden dabei fast 30 Kilo Kohlendioxid ausgestoßen. Hinzu kommt, dass Nutztiere zumeist in riesigen Ställen unter nicht artgerechten Bedingungen gehalten werden. Der BUND empfiehlt deshalb, beim Grillen vegane und vegetarische Lebensmittel auszuprobieren. 



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