BUND Kreisverband Stuttgart

Pressemitteilung: BUND zu wichtiger Klimaschutz-Sitzung des Stuttgarter Gemeinderates am Freitag 24.09.2021

20. September 2021

Beitrag der Stadt und Stadtwerke sollten im Vordergrund stehen

BUND Pressemitteilung: Stuttgart, 20.09.2021

Am kommenden Freitag 24.9. gibt es in Stuttgart zwei bedeutende Ereignisse zum Klimaschutz. Zu einem findet die große Klimastreik-Demonstration von fridays for future in der Innenstadt statt – zu der auch der BUND aufruft und sich aktiv beteiligt, zum anderen tagt der Gemeinderats-Ausschuss für Klima und Umwelt im Stuttgart Rathaus. Auf dieser Sitzung werden wegweisende Klimaschutz-Punkte vorgestellt und debattiert, u.a. den Stand der Maßnahmenumsetzung des Stuttgarter Energiekonzeptes und wie die Klimaschutzziele der Stadt nachgeschärft werden sollen.

Der BUND Kreisverband Stuttgart gibt zu bedenken, dass die Klimaneutralität in unserer Stadt maßgeblich durch Maßnahmen und Ziele des Bundes und des Landes bestimmt werden. Deshalb ist die bevorstehende Bundestagswahl eine Richtungswahl in punkto Klimaschutz. Die Geschwindigkeit des Ausbaus erneuerbarer Stromerzeugung bestimmt maßgeblich den Zeitpunkt der Klimaneutralität in unserer Stadt. Der BUND empfiehlt daher sich in den Zielediskussionen im Gemeinderat vor allem auf den Beitrag der Stadt zur Erreichung der Klimaneutralität zu konzentrieren. Dabei sind die Erwartungen an die eigenen Stadtwerke konkret zu benennen.

Nach Auffassung des BUND müssen die Stadtwerke deutlich mehr in den Auf- und Ausbau von Wärmenetzen mit klimaneutraler Wärmeerzeugung investieren. „Hier besteht im Vergleich zu anderen Städten großer Nachholbedarf. Ein geplantes Pilotprojekt in Weilimdorf-Süd ist zu wenig – wir brauchen solche Netze zügig und gleichzeitig in vielen, dicht besiedelten Stadtgebieten“, sagt Clarissa Seitz, BUND-Kreisvorsitzende.

Dr. Michael Jantzer, Sprecher des BUND-Arbeitskreises Energiewende ergänzt: „Die Erzeugung von Solarstrom auf städtischen Liegenschaften ist noch immer enttäuschend. Durch Contracting-Angebote der Stadtwerke könnte man hier deutlich schneller voran kommen. Der Gemeinderat muss Ausbauziele für die regenerative Stromerzeugung im Stadtgebiet vorgeben.“ Auch der Denkmalschutz – Hemmschuh bei vielen Objekten - muss seitens der Stadt neu justiert werden Als schlechtes Beispiel dient die Entscheidung auf dem sehr großen Schuldach der Wolfbuschschule in Weilimdorf keine Photovoltaikanlage zu installieren.

Der BUND gibt den Gemeinderäten und der Verwaltung für die anstehende große Klimaschutz-Sitzung mit auf den Weg auch die Sektoren Verkehr und Ernährung stärker mit einzubeziehen. Mehr Tempolimits, mehr Pförtnerampeln, mehr Straßen- und Parkplatzumwandlungen im Stadtgebiet, sowie weniger Schnitzel auf städtischen Kantinentellern sind konkrete und schnell umsetzbare Klimaschutzmaßnahmen.

Für Rückfragen:

Clarissa Seitz: 0172 / 419 96 44

Dr. Michael Jantzer: 0157 /578 184 13

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