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BUND Kreisverband Stuttgart

BUND zu Fischsterben im Max-Eyth-See - Klimaerwärmung eindeutig Hauptursache

11. September 2019 | Flüsse & Gewässer, Klimawandel, Nachhaltigkeit, Naturschutz

Neben dem Klimawandel gibt es verschiedene weitere Ursachen - Voreilige Schuldzuweisungen unangebracht

Max-Eyth-See Stuttgart

Nach dem dramatischen Fischsterben im Max-Eyth-See Anfang September überschlagen sich die Proteste und Mutmaßungen über die Ursachen. 

Der BUND warnt  vor voreiligen Schuldzuweisungen, denn der Sachverhalt an dem ehemaligen Baggersee bei Stuttgart-Mühlhausen ist sehr komplex. Mächtige Schlammsedimente, geringe Wassertiefe, geringe Umwälzung, und noch viele andere Faktoren müssen bei der Ursachenanalyse für die hohe Nährstoffbelastung und der damit verbundenen Sauerstoffzehrung in Betracht gezogen werden.

Ein Faktor ist  jedoch unbestritten – nämlich die immer stärker zunehmende Wassertemperatur durch die Klimaerwärmung.  Bemerkenswert ist, dass diesen Sommer immer mehr Gewässer mit dem Problem Blaualgen konfrontiert sind.  Es gab deutschlandweit mindestens 32 Badeverbote und 88 Warnungen wegen der Blaualgen, die eigentlich Bakterien sind.

In Baden-Württemberg war bzw. ist es der naturnahe  Finsterroter See im Schwäbischen Wald, der Badesee in Plüderhausen,  der Fluss Kocher bei Künzelsau und eine Bodenseebadebucht bei Eriskirch.

 „Der Fall Max-Eyth-See zeigt, dass die Klimakatastrophe uns immer stärker in unserem unmittelbaren Lebensumfeld einholt, seien es die sterbenden Buchen und Eichen in den Stuttgarter Wäldern oder die toten Fische im Max-Eyth-See“, bemerkt Gerhard Pfeifer, BUND-Regionalgeschäftsführer.

Pfeifer hofft, dass die vielen Personen, Vereine und Parteien, die sich beim Max-Eyth-See zu Wort melden, genauso engagiert beim Kampf gegen die Klimakatastrophe mitmachen bzw. dann auch Klimaschutzmaßnahmen wie z.B. im Verkehrsbereich unterstützen.

Wolf Paul, Naturschutzexperte beim BUND Kreisverband Stuttgart sagt: „Unbestritten müssen am Max-Eyth-See lokal wirksame und nachhaltige Maßnahmen rasch ergriffen werden. Hierzu sollten umgehende namhafte Gewässerkundler, Limnologen und die Experten im Umweltamt hin zu gezogen werden.“

In diesem Zusammenhang begrüßt der BUND, das die Stadt ein Gutachten erstellen will, das klären könnte, wie viele Fische und welche Arten der See überhaupt verträgt. Der BUND fordert bis dahin keine Fische mehr in den See einzusetzen.

 

Rückfragen an:

Gerhard Pfeifer 0711/61970-40

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