13. Juli 2026
Pressemitteilung: Stuttgart verliert im Kampf gegen Hitze
Stadtrat Christoph Ozasek (KLIMALISTE) zum Hitze-Check 2026 der DUH:
Stuttgart, 26. Juni 2026
Der jüngst veröffentlichte Hitze-Check 2026 der Deutschen Umwelthilfe (DUH) bestätigt, was viele Stuttgarter*innen am eigenen Leib spüren: Unsere Stadt ist auf zunehmende Hitzewellen nicht ausreichend vorbereitet. Besonders alarmierend ist der rechnerische Verlust von 5.541 Großbäumen zwischen 2018 und 2025 – ein massiver Rückgang, der die Hitzebelastung weiter verschärft. Stuttgart landet im Hitzebetroffenheitsindex mit 16,29 Punkten im roten Bereich, knapp über der schlechtesten Kategorie. Der Beschirmungsgrad durch Bäume liegt lediglich bei 22 Prozent – weit unter dem wissenschaftlich empfohlenen Richtwert von 30 Prozent.
Stadtrat Christoph Ozasek (KLIMALISTE) kommentiert:
„Der Hitze-Check 2026 ist ein Weckruf: Stuttgart verliert nicht nur wertvolle Stadtbäume, sondern auch die Chance, eine lebenswerte Zukunft für seine Bürger*innen zu sichern. Der Verlust von über 5.500 Großbäumen in nur sieben Jahren ist kein Zufall, sondern das Ergebnis politischer Fehlentscheidungen. Während andere Städte wie Hamburg oder Berlin den empfohlenen Beschirmungsgrad von 30 Prozent erreichen, hinkt Stuttgart mit 22 Prozent weit hinterher. Das ist kein Versagen der Natur, sondern der Politik. Die KLIMALISTE fordern verbindliche Standards für Grünsanierung – nicht erst, wenn die nächste Hitzewelle Menschenleben kostet.“
Ozasek weiter: „Jeder verlorene Baum ist ein verlorener Schutzschild gegen Hitze, ein verlorener Wasserspeicher und ein verlorener Lebensraum für Tiere. Bäume kühlen nicht nur die Luft, sie filtern Feinstaub, speichern CO2 und schaffen Räume, in denen Menschen auch bei 40 Grad noch atmen können. Der rechnerische Verlust von 5.541 Großbäumen bedeutet: Stuttgart hat sich selbst um 5.541 natürliche Klimaanlagen gebracht. Vor dem Hintergrund der akuten Hitzewelle wird klar: Ohne radikale Kurskorrektur wird die Stadt für immer mehr Menschen unbewohnbar – besonders für Ältere, Kinder und chronisch Kranke.“
Mit dem PULS-Antrag „Klimaresiliente Stadt: Wie steht es um die Straßenbaumkonzeption 2.0?“ fordern wir Aufklärung:
„Die Fachverwaltung weiß um die Dringlichkeit, doch die Stadtspitze leugnet beharrlich die erdrückende statistische Faktenlage zum Baumverlust. Es fehlt am politischen Willen, Konsequenzen zu ziehen. Mittel für neue Stadtbäume und die Vitalitätserhaltung wurden im Zuge der Haushaltskonsolidierung deutlich gekürzt. Hinzu kommt, dass OB Nopper (CDU) darauf dringt, Umwelt- und Begrünungsauflagen in den örtlichen Bauvorschriften aufzugeben, und zudem die Neufassung der Baumschutzsatzung seit seinem Amtsantritt blockiert.
Der Gemeinderat muss jetzt umsteuern, eine verbindliche Straßenbaumkonzeption auf den Weg bringen und endlich die Baumschutzsatzung auf das gesamte Stadtgebiet ausdehnen, mit dem Ziel die grünen Lungen Stuttgarts nachhaltig zu stärken. Es gilt Parkplätze, insbesondere in der Innenstadt, zu entsiegeln, und im Sinne der Schwammstadt Klimasanierung voranzubringen. Alles andere ist Augenwischerei.“
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Hintergrund:
Der Hitze-Check 2026 der DUH zeigt, dass deutsche Städte weiterhin massiv Bäume und Grünflächen verlieren, während die Versiegelung zunimmt. In Stuttgart führt dies zu einer verschärften Hitzebelastung, die besonders in dicht bebauten Quartieren zu gesundheitlichen Risiken führt. Die KLIMALISTE fordert seit Jahren eine konsequente Wende in der Stadtplanung – weg von Beton, hin zu einer durchgrünten, klimagerechten Stadt.
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Kontakt:
Christoph Ozasek
Stadtrat der KLIMALISTE
E-Mail: christoph.ozasek(at)stuttgart.de
Web: www.puls0711.de
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**Weiterführende Links:**
- [Hitze-Check 2026 der DUH (PDF)]
- [Antrag 0371-2026: Straßenbaumkonzeption 2.0]
Christoph Ozasek
Stadtrat der KLIMALISTE
PULS im Gemeinderat
Marktplatz 1, Raum 226
70173 Stuttgart
www.puls-stuttgart.org
www.klimaliste0711.de
Auch die Fördermittel vom Förderprogramm Stuttgarter Grünprogramm sind ausgeschöpft.
Was können WIR tun?
Hier geht es zur Baumentscheid Stuttgart Info, Petition & Auftaktveranstaltung.
Und hier zum Arbeitskreis Lebenwerte Stadt mit schon 3 Stadtbegrünungsprojekten.
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