BUND Kreisverband Stuttgart Pressemitteilung
Stuttgart, 24. Juni 2026
Bezugnehmend auf den Artikel vom 15. Juni in den Stuttgarter Nachrichten "SEK-Einsatz in Stuttgart, Baumbesetzer wehren sich gegen Vorwurf des „Linksextremismus“ nimmt der Vorstand des BUND Kreisverbands Stuttgart wie folgt Stellung:
Der BUND Kreisverband Stuttgart ist empört über die völlig unverhältnismäßige Strafverfolgung von Eberhardt Linck als Folge der Anzeige der Universität Stuttgart. Das Verfahren ist, insbesondere mit dem Vorwurf des „Linksextremismus" an den Aktivisten und Baumbesetzer der Organisation „Robin Wood", völlig aus den Fugen geraten. Wir fordern die Universität auf, die Anzeige zurückzunehmen und die beschlagnahmten Geräte zurückzugeben.
Im Verlauf einer großen Sitzung der Universitätsspitze mit allen großen Naturschutzverbänden kam auch bei Herrn Wolfram Ressel, dem Rektor der Universität ein gewisses Verständnis für unsere einhellige Ablehnung der Fällung des Waldes und insbesondere der über 300 Jahre alten Eichen zum Ausdruck. Umso mehr sind wir nun über die unnachgiebige Verfolgung des Aktivisten entsetzt.
Der BUND Stuttgart war an den Protesten gegen die Baumfällungen führend beteiligt und billigt die öffentlichkeitswirksame, demonstrative Baumbesetzung. Auch wenn der unzeitgemäße, uralte Bebauungsplan das Vorhaben der Universität rechtlich ermöglichte, war die Fällung der Eichen unverantwortlich. Wie leider üblich erfolgte im Verlauf der Planung keine ernsthafte Alternativenprüfung.
Dr. Wolf-D. Paul
Mitglied BUND Kreisverband Stuttgart