Ökologisch erzeugte Lebensmittel kaufen
(pasja1000
/
Pixabay
/
vorheriges Bild am 28.07.2020 durch dieses ersetzt)
Sie erfüllen das Bedürfnis vieler Menschen nach mehr Natürlichkeit und erhöhen die Transparenz und das Vertrauen für die Verbraucher. Für die Umwelt bedeutet die ökologische Lebensmittelproduktion i. d. R. weniger Belastung für den Boden und das Wasser mit Nitrat und weniger Treibhausgase. Pro Hektar werden auf ökologisch bewirtschafteten Flächen wesentlich weniger Treibhausgase emittiert: durchschnittlich die Hälfte bzw. nur ein Drittel. [1] Wegen geringerer Erträge unterscheiden sich die klimaschädlichen Emissionen zum konventionellen Landbau bezogen auf die geerntete Menge nur wenig.
Warum trotzdem den ökologischen Landbau stärken?
Die Erlöse für Erzeuger sind meist höher, infolge der Direktvermarktung ab Hof. Durch die höhere Arbeitsintensität werden Arbeitsplätze geschaffen. Zahlreiche Höfe integrieren hier Menschen mit Behinderungen oder bringen ganzen Schulklassen spielerisch bei Gemüse anzupflanzen. Bio-Verbände wie Bioland, Naturland oder Demeter verzichten sogar auf die Verwendung von Importfuttermitteln aus der Dritten Welt. Dies führt dazu, dass ökologisch erzeugte Lebensmittel nicht ganz so günstig angeboten werden können. Momentan gibt es noch keine Langzeitstudien, die beweisen können, dass ökologisch erzeugte Lebensmittel besser für die menschliche Gesundheit sind. Aber in den Pflanzen können teils mehr Vitamine und sekundäre Pflanzennährstoffe ermittelt werden. Auch deutlich weniger Nitrat und keine Pestizid- oder Medikamentenrückstände werden gefunden. Farb- oder Süßstoffe, Stabilisatoren und Geschmacksverstärker sind verboten. Rundum entsteht ein Nahrungsmittel mit einem viel intensiveren Geschmack.
[1] Kritischer Agrarbericht 2009