15. Mai 2024 | Energiewende, Mobilität
Der geplante Teilabriss des Wittwer-Baus am Stuttgarter Schlossplatz widerspricht den Klimaschutzzielen im Bausektor. Architects for Future Stuttgart sprechen sich für den Erhalt und die Weiterentwicklung des bestehenden Gebäudes aus. Der BUND Kreisverband Stuttgart unterstützt diese Position.
Bestandsgebäude zu erhalten ist eine der wirksamsten Maßnahmen zur Reduzierung von CO₂-Emissionen. Der Bausektor verursacht rund 40 Prozent der deutschen CO₂-Emissionen und ist für einen Großteil des Ressourcenverbrauchs sowie mehr als die Hälfte des Abfallaufkommens verantwortlich. Jeder vermiedene Abriss spart wertvolle Rohstoffe, Energie und sogenannte graue Emissionen.
Die Behauptung, durch den teilweisen Erhalt des Gebäudes würden erhebliche CO₂-Mengen eingespart, bleibt ohne nachvollziehbare Berechnungen unbelegt. Tatsächlich entsteht die größte Klimawirkung durch den möglichst umfassenden Erhalt der vorhandenen Bausubstanz.
Auch technisch besteht kein Grund für einen Abriss: Betonbauwerke können bei guter Instandhaltung deutlich länger als 60 Jahre genutzt werden. Der Wittwer-Bau verfügt daher weiterhin über ein großes Potenzial für Sanierung, Umnutzung und energetische Modernisierung. Der Erhalt des Gebäudes schützt nicht nur das Klima, sondern bewahrt zugleich ein bedeutendes Stück Stuttgarter Bau- und Stadtgeschichte.
Stellungnahme Architects for Future - Download
Weitere Infos vom Bund Deutscher Architektinnen und Architekten
15. Mai 2024 | Energiewende, Kohle, Lebenswertes Stuttgart, Ressourcen & Technik, Umweltfreundlich leben
Wärmenetz-Ausbau Stuttgart
07. Mai 2024 | Balkonsolar, Energiewende, Lebenswertes Stuttgart, Umweltfreundlich leben
Die BUND-Balkonanlage auf Reisen in Mühlhausen/Neugereut
04. Mai 2024 | BUNDintern
Jahresmitgliederversammlung 2024 des BUND Kreisverband Stuttgart mit Bericht
08. April 2024 | Mobilität, Lebenswertes Stuttgart
BUND will Flughafentunnel für Autos komplett sperren
06. März 2024 | Naturschutz, Klimawandel
Porsche will Wald in Süditalien roden
04. März 2024 | Mobilität, Klimawandel