BUND Kreisverband Stuttgart

Von Bachbommel bis Zitterle – Die „Schwäbische Flora“ von Theo Müller

06. September 2020

Am 6. September ist der Lies-ein-Buch-Tag. Was der Ursprung des Lies-ein-Buch-Tages ist, ist nicht genau bekannt. Es wird jedoch wird vermutet, dass er in den USA vor ca. 20 Jahren ins Leben gerufen wurde, um Kinder und Jugendliche zum Lesen zu animieren. Daher ist er ein schöner Anlass, Euch eines meiner Lieblingsbücher vorzustellen: die „Schwäbische Flora“ von Theo Müller.

Was erwartet Dich in diesem Buch?

Es werden über 500 Pflanzenarten vorgestellt, die bei uns heimisch sind. Viele von ihnen kannst Du sogar vor Deiner eigenen Haustüre entdecken: Sei es bei einem Spaziergang im eigenen Stadtteil mitten in Stuttgart oder bei einer ausgedehnten Wanderung in der Region um Stuttgart: vom Schönbuch, über die Schwäbische Alb, bis zum Bodensee. Dabei gibt es viele bekannte Pflanzen zu entdecken, wie z.B. das Echte Johanniskraut (Hypericum perforatum), aber auch Besonderheiten wie heimische Orchideen, z.B. die Bienen-Ragwurz (Ophrys apifera).

Jede Pflanze wird im Buch von Prof. Dr. Theo Müller mit Deutschem und Wissenschaftlichem Namen, einer Beschreibung der Pflanze selbst, sowie ihrer Verwendung und Namensherkunft porträtiert. Auch ein Foto der meisten beschriebenen Pflanzenarten ist zu finden. Damit fällt es Dir auch leichter, beim nächsten Spaziergang einige Pflanzen wieder zu erkennen.
Ergänzt wird der umfangreiche Teil der Pflanzenbeschreibungen mit einem Glossar der Inhaltsstoffe, einem Quellenverzeichnis und einem Register mit Deutschen und  Wissenschaftlichen Namen.

Wie entstand das Buch?

Prof. Dr. Theo Müller schrieb für die Blätter des Schwäbischen Albvereins eine Reihe über „Schwäbische Pflanzennamen“. Die Resonanz darauf war sehr groß und er wurde mehrfach gebeten, doch ein Buch zu dem Thema zu verfassen. Nach anfänglichem Zögern leistete er den Bitten und der großen Resonanz Folge. Und so entstand dieses umfangreiche Werk, das 2011 erschien und seit 2018 bereits in der 2. Auflage erhältlich ist.

Wieso lohnt es sich für Dich, dieses Buch zu lesen?

Besonders macht dieses Buch ganz klar die Erklärung der schwäbischen Pflanzennamen! So ist dieses Buch nicht nur ein Nachschlagewerk der heimischen Pflanzenwelt, sondern auch eine Sammlung von sprachlichem Kulturgut, das es zu bewahren gilt.
Die „Schwäbische Flora“ ist kurzweilig, verständlich und mit viel Herzblut geschrieben. Sie ist somit kein reines Sachbuch, sondern kann auch eine schöne Lektüre für ein verregnetes Wochenende zuhause auf dem Sofa sein.

Meine liebsten Schwäbischen Pflanzennamen:

  • Froschblum (Seerose – Nymphaea alba),
  • Bachbommel (Bach-Nelkenwurz – Geum rivale),
  • Pfannkuche (Rainfarn – Tanacetum vulgare),
  • Teichzigarr (Breitblättriger Rohrkolben – Typha latifolia),
  • Milchglöggle (Schneeglöckchen – Galanthus nivalis),
  • Kläpperle (Taubenkropf – Silene vulgaris),
  • Raudes Hummelkr(a)ut (Rote Taubnessel – Lamium purpureum),
  • Katzedaubbe (Kugelige Teufelskralle – Phyteuma orbiculare),
  • Blaue Mausö(h)rle (Sumpf-Vergissmeinnicht – Myosotis scorpioides),
  • Federblu(e)m (Schmalblättriges Weidenröschen – Epilobium angustifolium),
  • Nähbausch (Acker-Witwenblume – Knautia arvensis),
  • Zitterle (Zittergras – Briza media).

Für wen ist das Buch geeignet?

Dieses Buch ist für jede*n geeignet: Von Klein bis Groß, sowie für Familien, die die Natur vor ihrer Haustür entdecken wollen. Natürlich auch für Wanderfreunde, die die Pflanzen am Wegesrand kennen lernen wollen und Botanik-Liebhaber*innen, die noch mehr über die ihnen schon bekannten Pflanzen lernen wollen. Auch Anregungen für den heimischen Garten und Balkon kann das Buch liefern. Denn eine Vielfalt an regionalen Wildpflanzen im eigenen Garten fördert auch die Insekten- und Tiervielfalt vor der eigenen Haustür.

Wo bekommt man das Buch?

Im Buchhandel, z.B. beim Buchladen um die Ecke oder direkt beim Schwäbischen Albverein.

 Auch in der Stadtbibliothek am Mailänder Platz kannst Du das Buch ausleihen.

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