BUND Kreisverband Stuttgart

Im Interview zum Internationalen Tag des Ehrenamts: Thea, unsere Bundesfreiwillige

05. Dezember 2020 | Naturschutz, BUND

Thea, born and raised in Stuttgart Ost, ist noch ganz neu beim BUND KV Stuttgart und macht bei uns ihren Bundesfreiwilligendienst. Wir haben sie zum Internationalen Tag des Ehrenamts interviewt. Bevor sie sich für einen Bundesfreiwilligendienst entschied, reiste sie viel. Außerdem war sie in Stuttgart, im Kulturcafè Labyrinth, ehrenamtlich aktiv

Thea bei ehrenamtlicher Arbeit in Brasilien

Was bewegt Dich dazu, ehrenamtlich zu arbeiten?

Ich habe mehr Motivation und mehr Spaß an der Arbeit. Es gibt keinen Druck, bestimmte Ziele zu erreichen, nur weil man dafür bezahlt wird.

 

Wie bist Du auf den BUND aufmerksam geworden?

Ich interessiere mich sehr für den Naturschutz. Außerdem finde ich es gut, Einblicke in eine Organisation zu gewinnen und zu lernen, wie alles funktioniert. Ich werde im Moment von Jannik (unserem weiteren Bundesfreiwilligen), der seine Zeit beim BUND KV Stuttgart verlängert hat, eingelernt. (Janniks Interview zum Internationalen Männertag könnt ihr übrigens hier nachlesen!)

 

Was sind Deine Aufgaben beim BUND?

Ich überarbeite gerade eine alte Website von uns. Diese wird aufgelöst und in die Website vom BUND KV Stuttgart aufgenommen. Das Thema ist der Veggieday (ein Tag in der Woche, an dem man kein Fleisch isst) und ich arbeite daran, Artikel zur umweltfreundlichen und gesunden Ernährung, zu schreiben. Dafür recherchiere ich gerade sehr viel.

Ansonsten antworte ich auf Meldungen oder Anfragen, ob wir etwas posten können. Außerdem beginne ich mit der Planung für ein Seminar im Mai, das Thema sind die Schmetterlingswiesen. Als Nächstes ist ein Seminar über Wildbienen und die Bedeutung von Wildwiesen geplant. Das ist ganz neu für mich und ich lerne sehr viel.

 

Was gefällt Dir am besten an Deiner Arbeit?

Mir macht es Spaß, Artikel zu schreiben und durchs Recherchieren mehr über gewisse Themen zu lernen. Was mir auch gefällt, ist zu sehen, dass man viel umsetzen kann, wenn man will. Vorher hatte ich ein starkes Gefühl von Machtlosigkeit, weil man die ganze Ungerechtigkeit in der Welt sieht und sich denkt, warum kann man das nicht anders machen? Jetzt habe ich das Gefühl, dass ich mit Menschen zusammenarbeite, die sich genau für diese Themen rund um Natur- und Umweltschutz einsetzen. Menschen, die daraus keinen Nutzen ziehen, sondern es einfach machen, weil sie eine schönere Zukunft wollen. Das ist echt ein sehr schönes Gefühl.

 

Wie sieht Dein Weg nach Deiner Zeit beim BUND aus?

Nach meiner Tätigkeit beim BUND KV Stuttgart plane ich, Landschaftsnutzung und Naturschutz zu studieren. Diesen Studiengang gibt es nur zweimal in Deutschland. Ich hoffe, dass mich das Bundesfreiwilligenjahr beim BUND KV Stuttgart in meiner Entscheidung für diesen Studiengang bestärkt. 

Nach dem Studium hat man die Möglichkeit, in der Wirtschaft oder in der Politik für eine umweltbewusstere Lebensweise einzustehen. Politik wäre eine Richtung, die ich mir vorstellen kann. Meiner Meinung nach sollte Naturschutz bei jeder neuen Entscheidung der Wirtschaft bedacht werden. Wenn ich etwas verändern könnte, dann würde ich mich für mehr Regulierungen zum Schutz der Umwelt in der Marktwirtschaft einsetzen.

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