BUND Kreisverband Stuttgart

Im Gespräch: Annika, Ehrenamtliche in unserem Redaktions-Team

04. September 2020 | BUND, Lebenswertes Stuttgart

Im Mai 2020 hat sich unser Redaktions-Team gegründet. Annika ist von Anfang an dabei und erzählt uns heute etwas über die Anfangsphase, über ihre ehrenamtliche Mitarbeit und wie sie überhaupt zum BUND Stuttgart gekommen ist.

Das Redaktionsteam des BUND KV Stuttgart  (Silvia Adler / BUND KV Stuttgart)

BUND: Annika, wie kam es zur Gründung unseres Redaktions-Teams?

Annika: Anfang des Jahres entstand in unserem Kreisverband ein Wunsch: Die Stuttgarter*innen sollten öfter über ökologische Themen informiert und dazu motiviert werden, sich vor Ort für unsere Umwelt einzusetzen. Bald war die Idee geboren, ein Redaktions-Team zu gründen. Auf verschiedenen Kanälen wurde ein Aufruf zur ehrenamtlichen Mitarbeit gestartet. Nachdem sich zehn Interessierte gemeldet hatten, ging es los: Am 28. April 2020 fand unsere erste Redaktionssitzung statt.

BUND: Also waren die meisten Mitglieder des Redaktions-Teams damals neu beim BUND Stuttgart und kannten sich noch nicht?

Annika: Ja. Dazu kam, dass wir uns wegen der COVID-19-Pandemie nicht persönlich treffen konnten. Deshalb hat Silvia, unsere Kreisgeschäftsführerin, die erste Redaktionssitzung als Video-Konferenz organisiert. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde aller Teilnehmer*innen sammelten wir schon erste Ideen - jede*r konnte seiner Kreativität freien Lauf lassen. Dabei zeigte sich schnell, wer sich für welche Kommunikations-Kanäle begeistern konnte. Mittlerweile sind wir auf unserer Website sowie über die Social-Media-Kanäle Facebook, Instagram und Twitter aktiv. Auch die Karte von Morgen ist eines unserer Themengebiete.

BUND: Was sind Deine Aufgaben im Redaktions-Team?

Annika: Hauptsächlich kümmere ich mich zusammen mit Anne um unseren Instagram-Auftritt. Bisher konnten wir uns zwar noch nie persönlich treffen, jedoch sind wir dadurch nicht gehindert und die Arbeit funktioniert sehr gut. Außerdem lektoriere ich gerne Artikel der anderen Ehrenamtlichen und schreibe auch ab und zu selbst einen. Diese erscheinen dann auf unserer Website und auf den Social-Media-Kanälen wird darauf aufmerksam gemacht.

BUND: Erzähl doch ein wenig mehr über eure Instagram-Seite. Wie lief es dort ab?

Annika: Unser erster Instagram-Post startete am 3. Juni und machte auf den Tag des Fahrrads aufmerksam: Bärbel, die auch zu unserem Redaktions-Team gehört, hatte einen Artikel über den momentanen Stand des Radentscheids geschrieben. Der Artikel kam super an und schnell stiegen unsere Follower-Zahlen an. Mittlerweile posten wir regelmäßig und befinden uns auch im Informationsaustausch mit anderen Organisationen. Genauso gut läuft es auch auf unseren anderen Kanälen. Mit unseren Artikeln und Posts erreichen wir immer mehr Menschen und die positive Rückmeldung zeigt uns, dass wir alles richtig machen. Das ist eine schöne Belohnung für die Arbeit, die wir leisten.

BUND: Jetzt haben wir ja viel über das Redaktions-Team gesprochen. Nun zu einer Frage über Dich: Wie bist Du eigentlich zum BUND gekommen?

Annika: Ein wirkliches Bewusstsein für unsere Umwelt habe ich bekommen, als ich ca. 15 Jahre alt war. Damals wurde ich Vegetarierin und ich habe mich vermehrt mit der Herkunft unserer Nahrung beschäftigt. Ich habe immer mehr hinterfragt- auf wessen Last konsumieren wir eigentlich? Es ist klar, dass unter unserem Konsumverhalten vor allem die Natur und Tierwelt leidet, letzten Endes jedoch auch die Gesundheit des Menschen. Ich interessiere mich sehr für die Auswirkungen des menschlichen Handelns auf unsere Umwelt sowie für die Wechselbeziehung zwischen Natur und Mensch. Nach dem Abi war ich für 3 Monate für ein Praktikum auf einer Lodge in Namibia. Es war sehr beeindruckend zu beobachten, wie in der Regenzeit aus einer Wüste eine blühende Landschaft entstand. Außerdem habe ich eine komplett andere Natur und Tierwelt kennen und zu schätzen gelernt. Viele Landstriche sind unangetastet und auch die Tiere können in freier Wildbahn leben. Gesehen haben ich aber auch die große wirtschaftliche Armut vieler Menschen, welcher ich noch nie so nah war. Das hat mich sehr bewegt und nachdem ich im Frühjahr aus Namibia zurückkehrte, wusste ich, dass ich etwas verändern will. Als ich in der Ehrenamtsbörse den Aufruf zur Mitarbeit beim Redaktions-Team des BUND Stuttgart entdeckte, habe ich mich erst nicht getraut, mich dort zu bewerben. Ich habe davor noch nie einen Artikel verfasst - es war aber die richtige Entscheidung, über meinen Schatten zu springen.

BUND: Welche Pläne hast Du für die Zukunft?

Annika: Mein Plan wäre zunächst, dieses Wintersemester Ökosystemmanagement zu studieren. Später würde ich gerne im Bereich der nachhaltigen Wirtschaft tätig werden. So, wie wir momentan wirtschaften, kann es nicht mehr weitergehen. Ich möchte mich aktiv dafür einsetzen, etwas zum Besseren zu verändern, anstatt mich nur über verschiedene Missstände aufzuregen. Das ist auch der entscheidende Grund, weshalb ich mich beim BUND engagiere.

BUND: Liebe Annika, herzlichen Dank für das Interview und gutes Gelingen für Deine Pläne!

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