BUND Kreisverband Stuttgart

Fahrraddemo Friedrichwahl

Trotz schlechtem Wetter sind zahlreiche Mitstreiter*innen zur Fahrraddemo Friedrichswahl am 27.11.21 in Zuffenhausen erschienen. Auch der BUND war dabei – Wir fordern Vorrang für den Fuß-, Rad- und Nahverkehr und die Umsetzung der Mobilitätswende!

27.11.21: Fahrrademo Friedrichswahl in Zuffenhausen, Thomas Baur, aktives BUND-Mitglied des Kreisverbands Stuttgart, hielt bei der Zwischenkundgebung eine mitreißende Rede.

Nach den kurzen Auftaktreden am Kelterplatz in Zuffenhausens setzte ein heftiger Schneeregen ein, z.T. mit Graupel. Trotzdem fuhren über 70 Fahrradfahrer*innen wacker mit ihren Rädern bei Schneematsch rund um Zuffenhausen, über die B10 bis Feuerbach in die Schwieberdinger Straße Richtung Porsche bis zum Kelterplatz.

Wir bedanken uns ganz herzlich für die zahlreiche Teilnahme an der Fahrraddemo Friedrichswahl, es war ein einmaliges und unvergessliches Erlebnis!

 

27.11.21: Zwischenkundgebung auf der MEA-Brücke auf der Fahhraddemo Friedrichsruh, Thomas Baur, aktives Mitglied beim BUND Kreisverband Stuttgart, hielt eine mitreißende Rede.

Liebe Radfreund*innen,

im Namen des BUND KV Stuttgart freue ich mich, dass Ihr trotz Kälte heute gekommen seid. Heute zeigen wir der Verwaltung zur Friedrichswahl die gelbe Karte: So nicht! Mindestens 100 Mio sollen ausgegeben werden, um die Lücke für den europäischen Lkw-Verkehr durch Stuttgart zu schließen. Das stauträchtige Leonberger Dreieck und Autobahnkreuz Vaihingen kann dann zügig umfahren werden

Betrachten wir mal das große Ganze: den BVWP: Hier offenbart sich eine Liste des ökologischen Grauens. Ein Auszug: 

  • vierspuriger Ausbau der B10 zwischen Vaihingen/Enz
  • achtspuriger Ausbau der A81 im Zulauf auf das AK Zuffenhausen
  • sechsspuriger Ausbau der B10 bis Neuwirtshaus
  • Autos und Lkw werden buchstäblich eingeladen durch Zuffenhausen zu fahren

Entsprechend wurde die Friedrichswahl geplant: Die Verkehrstechnokraten haben wirklich wieder ganze Arbeit geleistet: 

  • optimal für den Kfz-Verkehr, heutige Verkehrsmengen und mehr dürften problemlos abgewickelt werden können
  • einfallslose Restflächenverwertung für den Radverkehr
  • Fußgänger üben sich im Inselhüpfen und werden Geduld brauchen
  • die lärmende Kreuzung wird direkt vor den Wohnhäusern platziert - statt Krach von oben, kommt der Krach nun von vorne

Wie schon beim Rosensteintunnel kam die Verwaltung auch hier nicht auf die Idee, Begleitmaßnahmen für Zuffenhausen zu erarbeiten. Doch wir haben ein paar Ideen und Erwartungen an die Politik: 

  • Unterbrechung Schwieberdinger Straße
  • Sperrung Siegelbergdurchlass für Kfz
  • keine Kfz-Durchfahrt am Zuffenhäuser Bahnhof sondern ein attraktiver Bahnhofsvorplatz
  • Rückbau Ludwigsburger Straße und nur ein Fahrstreifen an der Friedrichswahl

Wie soll es weitergehen: 

  • am Dienstag im Technikausschuss darf keine der beiden Variante beschlossen werden
  • die Forderung des Bezirksbeirats Zuffenhausen nach einer Planungswerkstatt unterstützen wir, denn nur so kann in einem transparenten Prozess noch eine gute Lösung gefunden werden.

In diesen Prozess werden wir uns einbringen, damit eine zukunftsgerechte Friedrichswahl entsteht, die auch ein Entree für Stuttgart und Zuffenhausen wird!

 

Vielen Dank an alle, die unsere Forderungen durch die aktive Teilnahme unterstützt haben!

B27-Radkorso für die Mobilitätswende und Erhalt wertvoller Filderböden

Die B27-Demo am 20.11. auf den Fildern war ein großer Erfolg. Viele vom BUND und über 300 Radfahrende und 20 Traktoren waren aktiv dabei. Gerhard Pfeifer, Geschäftsführer vom BUND Regionalverband hielt bei der Zwischenkundgebung in Echterdingen eine Rede.

20.11.2021, B27-Demo: Rede von Gerhard Pfeifer, Geschäftsführer beim BUND Regionalverband Stuttgart, bei der Zwischenkundgebung in Echterdingen.

 

Liebe B27-Ausbau-Gegner und GegnerInnen,

Anlässlich der Koalitionsverhandlungen auf Bundesebene veröffentlicht der BUND Bundesverband Anfang Oktober ein von ihm in Auftrag gegebenes Rechtsgutachten zum Bundesverkehrswegeplan. Der Ausbau der B27 ist im aktuellen Bundesverkehrswegeplan als »Maßnahme in Planung« aufgeführt. Das ist eine Stufe unterhalb der Genehmigung.Das BUND-Rechtsgutachten wurde von der bundesweit renommierten Rechtsanwaltskanzlei Baumann aus Würzburg erstellt.

Diese kamen zu dem Ergebnis, dass der aktuelle Bundesverkehrswegeplan die EU-rechtlichen Vorgaben zur Strategischen Umweltprüfung nicht erfüllt. Darüber hinaus werden die Belange des Klimaschutzes entsprechend des Klimaurteils des Bundesverfassungsgerichts vom 23.04.2021 nicht beachtet. Auch die Ziele des Pariser Klimaabkommens werden nicht berücksichtigt.

Deshalb ist der aktuelle Bundesverkehrswegeplan EU- und verfassungsrechtswidrig. Das bedeutet, dass auch der geplante B27-Ausbau rechtlich angreifbar ist, zumal es Alternativen für den Ausbau gibt - nämlich die Verbesserung des Bahn-, Bus- und Radverkehrs. Die neue Bundesregierung - aber auch die amtierende Landesregierung -muss die Mobilitätswende endlich sicht- und spürbar voranbringen.

Ein wichtiger erster Schritt wäre den Bundesverkehrswegeplan komplett neu zu booten. Beim Neustart müssen aber die Systemeinstellungen vorher völlig neu justiert werden und die lauten: Klimaschutz, Bodenschutz, Naturschutz – also letztendlich Menschenschutz.

Der Ausbau der B27 darf in diesem neuen Bundesverkehrswegeplan nicht mehr auftauchen!

Vielen Dank fürs Zuhören und demonstriert auch im neuen Jahr weiter! 

Aktuell: 5. Globaler Klimastreik

Der 5. Globale Klimastreik fand anders als geplant statt:
wegen des Corona-Virus gab es keine Demonstrationszüge auf den Straßen, stattdessen aber viele andere kreative Demonstrations-Formen.

So wurden Kreidebotschaften in den Städten hinterlassen, Plakate und Banner in Fenstern platziert und Fotos davon in den sozialen Medien gepostet (#NetzStreikFürsKlima). Darüber hinaus gab es einen deutschlandweiten Live-Stream mit spannenden Beiträgen zum Thema Klimawandel und Fridays for Future Stuttgart hatte einen "Walk for Climate" ins Leben gerufen - eine Spazierroute, an der Plakate und Banner als Botschaften hinterlassen werden konnten.

Die zentrale Forderung des 5. Globalen Klimastreiks lautete: "Treat every crisis like a crisis!" - Behandelt jede Krise wie eine Krise!
Dieser Satz spielte darauf an, dass die Corona-Krise von der Politik und der Bevölkerung als solche ernst genommen und demnach gehandelt wird - im Gegensatz zur Klimakrise.

Wir vom BUND Kreisverband Stuttgart schließen uns den Forderungen von Fridays for Future an:

  • Nehmt die Klimakrise endlich genauso ernst wie die Corona-Krise.
  • Hört auf die Wissenschaft und handelt danach!
  • Nutzt die Corona-Krise, um zukunftsfähige, soziale und nachhaltige Unternehmen zu unterstützen, anstatt Geld in Klima-zerstörende Firmen und Technologien zu investieren.

4. Globaler Klimastreik

Der 4. Globale Klimastreik am 29.11.2019 war trotz Regen und Kälte ein voller Erfolg:
10.000 Stuttgarter streikten statt shoppten am "Black Friday".

Danke an Fridays for Future für die Organisation von der #NeustartKlima-Demo in Stuttgart, in über 500 weiteren deutschen Städten und weltweit!

Allgemein:

Lauter und bunter Protest für den Umweltschutz

Kinder balancieren auf einer Mauer auf einer Demo Kinder auf einer Demo  (Nikhil Gawde / BUND KV Stuttgart)

Wir sind hauptsächlich in Stuttgart für die Umwelt und das Klima auf den Straßen.

Bei besonderen Aktionen verschlägt es uns aber auch schonmal in andere Städte, wie z.B. im Jahr 2019 für den ersten internationalen Zentralstreik in Aachen.

Ob gegen Stuttgart21, gegen Kohle oder bei den FFF-Streiks -
wir vom BUND Kreisverband Stuttgart gehen mit euch auf die Straßen und geben Umwelt und Natur eine Stimme!

Einige Bild-Impressionen findest du weiter unten auf der Seite.

 

 

 

 

Impressionen Demos

Wir gehen mit euch auf die Straße - für ein lebenswertes Stuttgart und eine lebenswerte Zukunft für alle.

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