14. Juni 2021 | Umweltfreundlich leben
Europäisches Parlament fordert bessere Luft
In einer Entscheidung vom 25. März 2021 fordert das EU Parlament verschiedene Maßnahmen für bessere Luft:
- Die EU Kommission und die Mitgliedsstaaten sind aufgefordert die geltenden Standards für die Luftqualität konsequent umzusetzen. In vielen Fällen werden geltende Grenzwerte nicht eingehalten; Vertragsverletzungsverfahren zeigen wenig Wirkung.
- Die EU Kommission wird aufgefordert die Grenzwerte für Feinstaub PM10 und PM2.5, Schwefeldioxid, Ozon, Benzol und Benzo[a]pyren an die Empfehlungen bzw. Referenzwerte der WHO anzugleichen. Die aktuell gültigen Standards für die Luftqualität bestehen seit 15-20 Jahren und einige davon sind gegenüber den WHO-Werten stark abgeschwächt.
- Für Ultrafeinstaub, Ruß, Quecksilber und Ammoniak sind Grenzwerte einzuführen; diese Substanzen sind bisher nicht reguliert. Alle Substanzen, die sich negativ auf Gesundheit, Lebensqualität oder Umwelt auswirken, sind unter Beobachtung zu stellen; das beinhaltet auch Mikroplastik (insb. von Reifenabrieb).
Unter den umweltbedingten Gesundheitsrisiken belegt Luftverschmutzung mit jährlich über 400.000 vorzeitigen Todesfällen in Europa den ersten Platz. Und leider gehört Stuttgart noch immer zu den am meisten belasteten deutschen Städten.
Die EU Kommission hat im Rahmen des European Green Deal für Mai die Veröffentlichung eines "zero pollution" Aktionsplans für Wasser, Luft und Boden angekündigt -- wir sind gespannt. Und wir wollen Taten sehen!
www.super-polluter.de – eine Initiative der BUND/VCD Kreisverbände Stuttgart
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