09. Juli 2020 | BUND, Energiewende, Klimawandel, Kohle, Lebenswertes Stuttgart
Wurde der Campingurlaub lange belächelt, so boomt die Branche gerade mehr als je zuvor. Die Hersteller verzeichnen Rekordzahlen bei den Verkäufen von Wohn- und Campingwägen und die Campingplätze sind restlos ausgebucht. Fahren, wohin und solange man will. Doch nur weil Du nicht in den Urlaub fliegst, heißt das noch lange nicht, dass Dein Trip umweltfreundlich ist. Du kannst jedoch darauf achten, Deine Reise nachhaltiger zu gestalten.
Kraftstoff sparen
Was nicht nur der Umwelt, sondern auch Deinem Geldbeutel guttut: So wenig Kraftstoff wie möglich zu verbrauchen. Gerade wenn Du wochenlang mit einem Fahrzeug unterwegs ist, können kleine Anpassungen viel ausmachen. Am Besten: den Camper stehen lassen und kurze Strecken so gut es geht zu Fuß oder mit dem Rad zurücklegen. Unterwegs auf der Straße, solltest Du Höchstgeschwindigkeiten und eine hochtourige Fahrweise vermeiden. Auch angenehme Zusätze wie die Klimaanlage und unnötiges Gepäck erhöhen den CO2-Ausstoß und sind richtige Spritfresser.
Richtiger Stellplatz
Der richtige Stellplatz ist beim Camper eine immer wiederkehrende Entscheidung. Wenn Du hier mehr für die Umwelt tun willst, solltest Du bei der Wahl auf die Nachhaltigkeit der Anbieter achten. Viele Campingplätze achten bereits auf nachhaltige Mülltrennung, wassersparende Maßnahmen und nutzen Solarstrom um die Umwelt zu entlasten. Über Ecocamping, eine Initiative für ökologisches Campen in Europa, kannst Du nachhaltige Campingplätze finden und direkt einen Stellplatz buchen. Insbesondere Campingplätze mit einer Ecocamping-Auszeichnung engagieren sich besonders stark für den Natur- und Umweltschutz.
Beim Wildcamping musst Du nicht nur auf die rechtliche Lage im jeweiligen Land, sondern auch auf die Gegend achten, in der Du parken möchtest. Das Parken in Naturschutzgebieten ist streng untersagt und kann schnell teuer werden. Wenn Du den richtigen Stellplatz gefunden hast: Sorgfältig mit der Natur umgehen und unbedingt den eigenen Müll wieder mitnehmen.
Campingausrüstung
Mit der richtigen Campingausrüstung kannst Du viel bewirken, denn der Teufel liegt bekanntlich im Detail. Beim Kauf der Ausrüstung kannst Du auf die Nachhaltigkeit des Herstellers achten, sowie auf langlebige und recycelte Alternativen zurückgreifen. Bei Hygiene-Accessoires ist das Angebot an plastikfreien Alternativen sehr umfassend. Festes Shampoo, Seife am Stück oder Zahnpasta-Tabletten aus dem Glastigel kommt nicht nur der Umwelt zugute, sondern auch der Größe Deines Kulturbeutels. Multitasking-Talente wie Kokosöl können sowohl Abschminkmittel- oder Tücher ersetzen und gleichzeitig zum Kochen verwendet werden. Kleinigkeiten, wie Stoff- statt Papierservietten, wiederverwendbare Kaffeebecher für unterwegs, kompostierbare Utensilien oder umweltfreundliches Spülmittel können den Camping-Ausflug Schritt für Schritt um ein Vielfaches nachhaltiger machen.
Autorin: Sarah Huß
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