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BUND Pressemitteilung: Stuttgart, 13.10.2021
Es ist ein Trauerspiel, das sich in Stuttgart regelmäßig abspielt, wenn Parkplätze zugunsten einer sicheren und zeitgemäßen Radinfrastruktur wegfallen sollen. In der Lenzhalde im Stuttgarter Norden und in der Hohenstaufenstraße im Süden wiederholt sich gerade das altbekannte Drama. Die Anwohner pochen auf den meist kostenlosen und meist verfügbaren Parkplatz vor ihrer Haustüre, als ob es ein Anwohner-Grundrecht auf einen Kfz-Stellplatz im öffentlichen Raum geben würde.
Erfreulich ist, dass die Stadtverwaltung in jüngster Zeit mutiger wird und zukunftsweisende Planungen im Sinne der Radfahrenden vorlegt – wie z.B. die Einrichtung von Radfahrstreifen mit durchgezogener weißer Linie. Die Ausbremsung erfolgt jedoch oft durch die Bezirksbeiräte in den Stadtteilen, denen die Anwohner mit ihrem angeblichem Parkplatz-Grundrecht im Nacken sitzen.
„Bei sehr begrenztem öffentlichem Raum wie in Stuttgart sind sichere komfortable Radwege nur durch die Umverteilung des Straßenraums und durch den Wegfall von Parkplätzen und Fahrspuren realisierbar – ansonsten müsste man ganze Häuserzeilen abreißen, um Platz zu schaffen“, stellt Clarissa Seitz, Vorsitzende des BUND Kreisverbandes Stuttgart fest.
Der BUND fordert die ökosozialen Faktionen im Gemeinderat auf, das Thema stärker an sich zu ziehen und im Sinne ihres im Jahre 2019 selbst gefassten Grundsatzbeschlusses - Stuttgart zu einer fahrradfreundlichen Stadt machen - zu entscheiden. Nach Überzeugung des BUND müssen an der Lenzhalde und in der Hohenstaufenstraße Radfahrstreifen kommen und keine Radfahr-Minimallösungen wie gestrichelte, von Autos überfahrbare Schutzstreifen.
Neben der Sicherheit der Radfahrenden, die in Stuttgart laufend mehr werden, geht es bei diesen Maßnahmen um konkrete, schnell umsetzbare Klimaschutzmaßnahmen. Seit der Bundestagswahl gibt es dafür bekanntlich einen breiten, politischen Konsens. Fast alle Stuttgarter Gemeinderatsfraktionen haben angekündigt die Klimaneutralität der Landeshauptstadt zeitlich deutlich vorziehen zu wollen.
Seitz abschließend: „Wer Klimaschutz und Mobilitätswende in den Städten ernsthaft angehen will, muss vor allem die Zahl der Autos verringern und im Gegenzug das klimafreundlichste Verkehrsmittel – das Fahrrad – fördern.“
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Für Rückfragen: Clarissa Seitz 0172 419 96 44
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