BUND Kreisverband Stuttgart

Tiergeschichten

Stark, stärker, Ameise

Ameise auf einem grünen Blatt. Die Ameise kann ein vielfaches ihres eigenen Körpergewichts tragen.  (Egor Kamelev / Pexels)

Welche Tiere sind besonders stark? Da denkst Du wahrscheinlich an Elefanten, Löwen, Nashörner oder ähnliches. Diese Tiere sind wirklich stark aber das ist nichts im Vergleich zu Ameisen! Denn die können bis zu ein 100faches ihres Gewichts tregen. Zum Vergleich: Der aktuelle Rekord im Gewichtheben liegt bei 170 Kilogramm von einem 56 Kilogramm schweren Mann. Das ist "nur" das dreifache seines Gewichts. Dieser Mann müsste 5.600 Kilo - also etwa vier Autos tragen können, um mit der Ameise mitzuhalten.

Wie schaffen die kleinen und nur 5 Gramm schweren Tiere das? Die Antwort ist: genau deshalb - weil sie so klein und leicht sind. Denn umso größer ein Tier wird, desto geringer wird der Anteil an Muskeln. Außerdem muss jedes Tier sein eigenes Körpergewicht tragen. Das ist bei der Ameise aber so gering, dass sie mehr Energie zum Tragen hat.

Ameisenstark!

Der Waldfrosch alias der Eiskönig

Ein Waldfrosch auf einer Hand. Der Waldfrosch hat beeindruckende Fähigkeiten!  (Wally Kugler / pixelio.de)

Wie überwintern Frösche eigentlich?

Die meisten suchen sich ein geschütztes Versteck und fallen dort in Winterstarre. Sobald es dann wärmer wird, fährt ihr Kreislauf wieder hoch und sie wachen aus der Winterstarre auf.

Nicht so aber der nordamerikanische Waldfrosch! Er gefriert im Winter. Ja, richtig gehört. Sobald die ersten Eiskristalle auf seinen Körper fallen und die Temperaturen unter 0 Grad sinken, friert er ein. Und dann? Sobald es wärmer wird, taut er auf und hüpft munter weiter.

Aber wie schafft dieser kleine Frosch es, den Winter eingefroren zu überleben? Und warum können andere Lebewesen das nicht? Der Frosch produziert vor dem Winter sehr viel Zucker und schützt so seine Zellen. Denn Zucker ist ein natürliches Frostschutzmittel und die Zellen werden von der Kälte nicht zerstört. Deshalb macht ihm Kälte bis zu -10 Grad gar nichts aus - die Zellen von anderen Lebewesen dagegen würden schnell kaputt gehen.

Vielleicht wird der Waldfrosch nicht zu einem Prinzen, wenn man ihn küsst. Ein Eiskönig ist er aber auf jeden Fall!

Kennst Du schon den Distelfalter?

Ein Distelfalter mit geöffneten Flügeln.  (kie-ker / pixabay)

Was machen Schmetterlinge eigentlich im Winter?

Der Distelfalter jedenfalls kann den kalten Winter in Deutschland nicht überleben. Deshalb begibt er sich jedes Jahr auf eine lange Reise - von Deutschland nach Afrika und wieder zurück. Dabei überwindet der kleine Schmetterling nicht nur die Alpen, sondern legt bis zu 15.000 Kilometer zurück. Das entspricht der Entfernung von Stuttgart nach Australien. Der Flug ist nicht nur lang, sondern auch gefährlich! Denn viele Schmetterlinge scheitern an den rauen Alpen.

Diese Leistung erbringt aber nicht ein einzelner Schmetterling, sondern bis zu sechs Generationen in einer Art Staffellauf. Dabei fliegen zwei Generationen in den Süden und vier wieder zurück. Denn als Falter lebt der Distelfalter nur wenige Wochen. Woher sie den Weg kennen, wissen nichtmal die Wissenschaftler. Das wissen nur die Falter selbst.

Der räuberische Ameisenbläuling

Ein Ameisenbläuling sitzt auf einem Wiesenknopf. Die Ameisenbläulings-Raupe lässt sich von Ameisen "adoptieren".  (-pixabay / http://junior-ranger.de/lexikon/wiesenknopf-ameisenblaeuling/)

Der Ameisenbläuling sieht aus wie ein schöner, unschuldiger Schmetterling. Schön ist er, aber unschuldig auf keinen Fall. Denn als Raupe ernährt er sich von Ameisenbabys. Normalerweise ist es anders herum: Ameisen essen Raupen oder Schmetterlinge. Wie schafft der Ameisenbläuling es, den Spieß umzudrehen?

Das funktioniert durch eine chemische Waffe: er kann den Duft von Ameisenbabys imitieren. Finden Ameisen eine Raupe, nehmen sie diese mit in ihr Nest und halten sie für ihr eigenes Kind. Ganz berauscht von dem leckeren Geruch erkennen sie gar nicht, dass sie sich den Feind direkt in ihr Haus geholt haben. Und die Raupe isst sich währenddessen kugelrund mit Ameisenbabys. Aber Vorsicht: sobald die Raupe sich zu einem Schmetterling verwandelt, kann er den Duft nicht mehr imiteren. Deshalb muss er schnell aus dem Nest fliegen, bevor die Ameisen ihn erwischen.

Woher kommen eigentlich die Tauben?

Taube im Flug Wie kommt es, dass Tauben sich in der Stadt so wohl fühlen?  (oudba_msi / pixabay)

Tauben gehören für uns fest in eine Stadt. Das war aber nicht immer so. Die Vorfahren von den Stadttauben waren Felstauben. Sie lebten in steilen Bergwänden, an Klippen und Steinbrüchen. Und waren Wildtiere. Wie kamen diese wilden Tiere also in die Stadt? Das hat mit dem Menschen zu tun. Er fing viele Felsebtauben und züchtete sie zu Haus- und Brieftauben. Diese entflohen oft oder fanden den Weg nach Hause nicht mehr. Also mussten sie irgendwie überleben - und merkten, dass das in Städten sogar noch einfacher geht als in der Wildnis. Denn sie können an Häusern gut brüten und den Abfall der Menschen als Nahrungsquelle nutzen. Heute fühlen sich die Tauben also pudelwohl in Städten und sind dort auch nicht mehr wegzudenken.

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